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title: "Kubernetes v1.37 „Garhwal\": Was EKS-Betreiber vor dem nächsten Upgrade wissen müssen"
description: "Kubernetes v1.37 „Garhwal\" ist seit dem 26. August 2026 verfügbar. Was EKS-Teams über Breaking Changes, DRA GA und den schnelleren API-Server wissen müssen."
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[DMoove Blog](https://dmoove.com/blog)

# [Kubernetes v1.37 „Garhwal": Was EKS-Betreiber vor dem nächsten Upgrade wissen müssen](https://dmoove.com/blog/kubernetes-v1-37-garhwal-eks-upgrade-guide)

 Geschrieben von [Yannick Tresch](https://dmoove.com/blog/author/yannick-tresch) | Sep 14, 2026, 7:00:00 AM

## 67 Enhancements, ein Release-Datum – und drei Dinge, die Ihren Cluster brechen können

Am 26. August 2026 hat das Kubernetes-Projekt Version 1.37 veröffentlicht, Codename „Garhwal" nach einer Himalaya-Region in Uttarakhand, Indien. Das Release enthält [67 Enhancements: 16 graduieren zu Stable, 23 zu Beta, 27 sind neu in Alpha, und eine Funktion wird entfernt](https://kubernetes.io/blog/2026/08/26/kubernetes-v1-37-release/). Kein einzelnes Feature dominiert das Release – stattdessen zahlt das Projekt Beta-Schulden zurück, macht den API-Server bei großen Clustern spürbar schneller und bringt GPU-Scheduling einen entscheidenden Schritt weiter. Gleichzeitig enthält 1.37 drei Breaking Changes, die ohne Vorbereitung aus einem geplanten Upgrade-Fenster einen Incident machen können.

Dieser Artikel fasst zusammen, was für Teams relevant ist, die EKS betreiben oder einen Upgrade-Plan für die nächsten Monate aufstellen.

## Schnellerer API-Server: ConcurrentWatchObjectDecode und EtcdRangeStream

Zwei Änderungen am API-Server sind in v1.37 standardmäßig aktiv und wirken sich direkt auf das Startverhalten großer Cluster aus.

**ConcurrentWatchObjectDecode** war seit v1.31 als Beta-Feature vorhanden, aber standardmäßig deaktiviert. In v1.37 wird es eingeschaltet. Das Feature verlagert den Decode- und Transform-Schritt beim Aufbau des Watch-Caches auf einen Pool von Worker-Goroutinen (standardmäßig 10) statt ihn sequenziell abzuarbeiten. Laut dem [offiziellen Release-Blog](https://kubernetes.io/blog/2026/08/26/kubernetes-v1-37-release/) reduziert das allein die Cache-Initialisierung in Benchmarks über 150.000 Pods um rund 40 Prozent – kombiniert mit EtcdRangeStream sogar um rund 55 Prozent.

Der Caveat: Wer Conversion Webhooks betreibt, die ihre eigene Parallelität auf unter 10 begrenzen, sollte das vor dem Upgrade prüfen. Die Gesamtzahl der Webhook-Aufrufe bleibt gleich, aber bis zu 10 können jetzt gleichzeitig während der Cache-Initialisierung ankommen statt nacheinander.

**EtcdRangeStream** (Feature Gate `EtcdRangeStream`) ist Beta und in v1.37 standardmäßig aktiv. Statt eine vollständige Collection aus etcd in einem Stück zu lesen und im Speicher zu halten, streamt der API-Server die Daten in Chunks – snapshot-konsistent, aber ohne den gesamten Datensatz gleichzeitig im RAM zu halten. [Voraussetzung ist etcd v3.7 oder neuer](https://kubernetes.io/blog/2026/09/01/kubernetes-v1-37-etcd-range-stream/); mit älteren etcd-Versionen fällt der API-Server automatisch auf den bisherigen paginierten Range-Pfad zurück.

## DRA wird erwachsen: GPU-Scheduling ohne Device Plugins

Dynamic Resource Allocation (DRA) ist seit v1.34 stabil. In v1.37 erreicht ein wichtiges Teilfeature GA: [**DRA Extended Resource Support**](https://kubernetes.io/blog/2026/09/03/kubernetes-v1-37-dra-updates/). Es erlaubt einem DRA-Treiber, Anfragen zu bedienen, die über die klassische Extended-Resource-Syntax gestellt werden – also `nvidia.com/gpu: 1` im Pod-Spec, ohne dass ein separates ResourceClaim im Workload-Manifest nötig ist.

Praktisch bedeutet das: Ein Cluster-Administrator weist einer `DeviceClass` einen Extended-Resource-Namen zu. Bestehende Workloads, die Geräte über `resources.requests` anfordern, funktionieren weiterhin unverändert, während die Allokation im Hintergrund über DRA läuft. Das ist der dokumentierte Migrationspfad weg von Device Plugins – ohne Rewrite der Workload-Manifeste.

Ebenfalls in v1.37 stabil: **Device Taints und Tolerations**. Treiber oder Administratoren können ein einzelnes Gerät – etwa eine GPU mit ECC-Fehlern – als tainted markieren, sodass der Scheduler es aus dem Pool nimmt, ohne den Node drainieren zu müssen. Für Teams, die GPU-Nodes betreiben, ist das ein erheblicher operativer Gewinn.

## Drei Breaking Changes, die vor dem Upgrade geprüft werden müssen

Die folgenden drei Punkte sind keine optionalen Features – sie können nach einem Upgrade zu Ausfällen führen, wenn sie nicht vorher adressiert werden.

**1. SELinuxMount ist jetzt GA und standardmäßig aktiv.** Volumes werden auf SELinux-aktivierten Clustern jetzt mit `-o context=<label>` gemountet statt rekursiv relabelt – aber nur, wenn der CSI-Treiber über `.spec.seLinuxMount: true` im CSIDriver-Objekt opt-in ist. Ein Mount kann nur einen SELinux-Kontext tragen. Pods mit unterschiedlichen SELinux-Labels, die sich auf demselben Node ein Volume teilen, können nach dem Upgrade im Zustand `ContainerCreating` hängen bleiben. Wer das alte Verhalten für einzelne Workloads behalten möchte, setzt `seLinuxChangePolicy: Recursive` im Pod-Spec. [Cluster ohne SELinux sind nicht betroffen.](https://kubernetes.io/blog/2026/08/26/kubernetes-v1-37-release/)

**2. kube-proxy IPVS-Modus ist formal deprecated.** Seit v1.35 gab es Warnzeichen; in v1.37 loggt kube-proxy beim Start eine Deprecation-Warnung, wenn IPVS konfiguriert ist. Der Zeitplan laut [Release-Blog](https://kubernetes.io/blog/2026/08/26/kubernetes-v1-37-release/): In v1.40 wird IPVS standardmäßig deaktiviert, in v1.43 vollständig entfernt. Der empfohlene Nachfolger ist der nftables-Modus (ab Linux-Kernel 5.13+). Den aktuellen Modus prüfen:

```
kubectl -n kube-system get configmap kube-proxy \
  -o jsonpath='{.data.config\.conf}' | grep 'mode:'
```

**3. Static Pods dürfen keine Secrets oder ConfigMaps mehr referenzieren.** Die Lücke, die das bisher erlaubte, ist in v1.37 geschlossen. Das Feature Gate `PreventStaticPodAPIReferences`, mit dem man das Verhalten opt-out konnte, ist entfernt. Wer Static Pod-Manifeste in `/etc/kubernetes/manifests` hat, die `configMapRef` oder `secretRef` verwenden, muss diese vor dem Upgrade anpassen.

## EKS-Kontext: Was das für Ihren Cluster bedeutet

Amazon EKS unterstützt zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung Kubernetes 1.36 als neueste verfügbare Version ([EKS-Release-Datum: 2. Juni 2026](https://docs.aws.amazon.com/eks/latest/userguide/platform-versions.html)). Bis EKS 1.37 verfügbar ist, bleibt Zeit für Vorbereitung – aber die Breaking Changes oben gelten auch für den Upgrade-Pfad von 1.36 auf 1.37, sobald dieser freigegeben wird.

Relevant für die Upgrade-Planung ist das im Juli 2026 allgemein verfügbar gewordene **EKS Version Rollback**. [Laut AWS](https://aws.amazon.com/eks/faq/) haben Cluster-Administratoren nach einem Versions-Upgrade sieben Tage Zeit, auf die vorherige Minor-Version zurückzurollen. Bei EKS Auto Mode übernimmt AWS auch das Rollback der Worker Nodes; bei Managed Node Groups muss das Rollback der Nodes manuell über die `UpdateNodegroupVersion`-API angestoßen werden, bevor die Control Plane zurückgerollt wird. Fargate-Nodes werden beim Rollback nicht unterstützt.

Ein weiterer Faktor ist das Versions-Support-Modell. [EKS berechnet $0,10 pro Cluster-Stunde im Standard-Support und $0,60 pro Cluster-Stunde im Extended Support](https://aws.amazon.com/eks/pricing/) – also das Sechsfache. Kubernetes 1.33 ist seit dem 29. Juli 2026 im Extended Support; wer noch auf dieser Version läuft, zahlt bereits den höheren Tarif. Das ist ein konkreter finanzieller Grund, Upgrade-Zyklen nicht zu verschleppen.

## Was jetzt zu tun ist

Bevor EKS 1.37 verfügbar wird, sind vier Schritte sinnvoll:

- **SELinux-Audit:** Prüfen Sie, ob Pods auf SELinux-aktivierten Nodes ein PersistentVolume teilen und unterschiedliche SELinux-Labels tragen. Das ist der wahrscheinlichste stille Bruch beim Upgrade.
- **kube-proxy-Modus dokumentieren:** Wenn Ihre Cluster IPVS verwenden, öffnen Sie jetzt ein Migration-Ticket mit Zieldatum v1.40. nftables ist der empfohlene Nachfolger auf Kerneln ab 5.13.
- **Static Pod-Manifeste prüfen:** Durchsuchen Sie `/etc/kubernetes/manifests` nach `configMapRef` und `secretRef`. Auf EKS-Clustern ist das selten, aber bei selbstverwalteten Nodes oder Bootstrapping-Setups kann es vorkommen.
- **etcd-Version verifizieren:** EtcdRangeStream ist in v1.37 standardmäßig aktiv und erfordert etcd v3.7+. Auf EKS managed Clustern verwaltet AWS die etcd-Version; bei selbstverwalteten Control Planes lohnt sich die Prüfung vorab.

Das EKS Version Rollback-Feature gibt Ihnen ein Sicherheitsnetz für sieben Tage nach dem Upgrade. Es ersetzt aber keine Vorbereitung: Wer die Breaking Changes erst nach dem Upgrade entdeckt, verliert wertvolle Zeit aus dem Rollback-Fenster mit der Fehlersuche.

[Vollständigen Beitrag anzeigen](https://dmoove.com/blog/kubernetes-v1-37-garhwal-eks-upgrade-guide)

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